T1 Aufgaben , ich steh aufm Schlauch

  • Hey habe 2 Aufgaben, die ich einfach nicht verstehe.


    1. Aufgabe ( Bild Aufgabe2)

    wieso I=S/wurz(3)U und manchmal

    I = S/3*U


    -> Hat das was mit 230V und >400V Leitungen zutun ?


    Und Aufgabe 2 ( Bild Aufgabe4 + Bild Lösung

    Auf dem Schild isst eine kreuzschaltung in der Aufgabe ist die Rede von Dreieckschaltung, nun gut

    Wenn ich in meinem Formelbuch schaue ist für Dreieckschaltung = U=Ustr

    und I = wurzel3 I


    wieso ist in der Aufgabe U wie U von Kreuzschaltung beehandelt ??

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  • Hast du zu "I = S/3*U" ein Beispiel oder eine Aufgabe wo dies vorkommen soll?
    Wenn die Scheinleistung angegeben ist, dann ist von 400V auszugehen und demzufolge auch Wurzel(3).


    Zu der anderen Aufgabe:

    das Typenschild gibt an das der Motor, in Sternschaltung, mit USTR 400V betrieben werden kann.

    Da U= Wurzel(3)xUSTR ,ergibt das eine Strangspannung von ca. 690V.

    Der Motor würde also in der Sternschaltung zerstört werden. Darum muss hier die Dreieckschaltung genommen werden

    Darum sind auch die Formeln für die Dreieckschaltung anzuwenden.

    Sind halt die kleinen Fallen der IHK. Man muss es halt nur wissen ;)

  • Sry, aber das ist alles nicht so korrekt.


    Das Stichwort ist hier "... soll kurzzeitig mit einer höheren Drehfrequenz betrieben werden" -> 87Hz-Kennlinie!

    Bemessungswerte sind hier laut Typenschild alle (wie üblich) für 50Hz angegeben.

    Wenn wir nun mit mehr als 50Hz (max. 87 Hz) fahren wollen, steigt mit steigender Frequenz - wie wir wissen - bei einer Spule (und nichts anderes ist ja eine Motorwicklung) auch der Induktive Blindwiderstand. Ich bekomme mit steigender Frequenz zwar dann eine höhere Drehzahl, damit aber durch den größer werdenden Widerstand nun mein Drehmoment nicht schwindet, muss ich auch mehr "Energie" reinstecken -> höhere Spannung -> höherer Strom -> mehr Leistung / Drehmoment.

    Wenn ich den Motor bei "Normalbetrieb" mit 400V in Stern betreibe, liegt an jeder Wicklung 230V an. Um bei 87Hz nun den gleichen Strom zu bekommen, muss ich an jeder Wicklung Faktor Wurzel 3 haben, also wieder 400V. Dies erreiche ich durch ändern der Schaltung von Stern auf Dreieck. Wichtig ist nun, dass man im FU die Spannung 400V bei 87Hz parametriert (oder eben 230V bei 50Hz, je nach Hersteller).

    Belasse ich die Bemessungsfrequenz im FU ausversehen bei 50Hz, würde der FU bei 50Hz 400V rausgeben und dann natürlich die Wicklungen in Dreieck zerstören, da der Stromfluss durch den "normalen" induktiven Blindwiderstand nun zu hoch wäre. Das ist ja nun alles Bauartbedingt.

    Im Übrigen: 50Hz mal Wurzel3 = 87Hz


    Also schau dir mal im Tabellenbuch das Thema Fu und 87Hz Kennlinie an. Im Christiani TB ist dies ganz gut veranschaulicht in einem Diagramm.

    :ada:Februar 2019 --- :BQ: Mai 2019 --- :HQ:  :IM: Corona-Delayed Oktober 2020 / IM Elektrotechnik T2