Kündigung zum 30.09. ; Resturlaub wie viele Tage?!

  • Servus,


    habe zum 30.09. ordentlich gekündigt um meine Meisterstelle anzutreten :)

    Habe noch Stand jetzt 4 Tage verplant für Oktober + 4 Tage Resturlaub für dieses Jahr; Summarum 8 Tage offen.

    Laut Arbeitsvertrag 30 Tage, setzt sich zusammen aus 20 Tage gesetzlich plus 10 vertraglich die im Jahr des Eintritts/Austritts um 1/12 gekürzt werden können.

    T-Zug von 7 Tage für 2022 habe ich bereits aufgebraucht (7 statt 8 wegen Elternzeit 1 Monat, 5.7 - 4.8.)


    Meine Rechnung für den Resturlaub wäre folgende:


    20 gesetzlich + 10 vertraglich ( 10/12*9) = 27,5 also 28 insgesamt, sprich von den 8 verbleibenden werden mir noch 2 gekürzt?


    oder ist meine Rechnung komplett daneben? :/ =O

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  • Naja laut meiner Information steht mir ab 30.6. der volle Jahresurlaub zu..


    Im AV hat sich der AG bzgl dem vertraglichen Urlaub von 10 Tagen mit der 1/12 Regelung abgesichert..

  • Ich würde auch so wie du rechnen. Mit dem 30.6 hast du vollkommen recht. Bei mir hat aber bis jetzt jeder Arbeitgeber theater gemacht. Musst du wissen ob es sich für dich lohnt wegen 5 Tagen herumzustreiten. Mich interessiert das heute nicht mehr. Ist ein Armutszeugnis seitens der Arbeitgeber.

  • Naja laut meiner Information steht mir ab 30.6. der volle Jahresurlaub zu..


    Im AV hat sich der AG bzgl dem vertraglichen Urlaub von 10 Tagen mit der 1/12 Regelung abgesichert..

    Das ist auch vollkommen richtig! (siehe §3 und vorallendingen §4 BurlG)

    Zitat

    §5 BurlG

    (1) Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer

    a) für Zeiten eines Kalenderjahrs, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt;

    c) wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.


    Du erwirbst aber ja durch §4 den vollen Urlaubsanspruch und bist laut §5 in der 2ten Hälfte des Kalenderjahres.

  • ja dann einfach 2,5 mal die Tage die für dieses Jahr minus den verbrauch

    Mal davon abgesehen, dass das nunmal nicht unbedingt richtig ist, wäre es hilfreich in ganzen Sätzen und mit Satzzeichen zu schreiben... Das macht es etwas verständlicher, was du sagen willst.


    Kein Wunder, dass manche die Prüfungen immer schwerer finden.


    @TE

    Du kannst, zum Vergleichen, auch deine Personalabteilung darum bitten, dir deinen Anspruch auf deinen Urlaub anzugeben und zu bescheinigen.

    Habt ihr einen BR?

    Dann im Streitfall auch diesen hinzuziehen, die werden diese Problematik schon kennen, falls das bei euch ein übliches Problem darstellt

  • Zitat

    Beispiele: Bei einem arbeitsvertraglich vereinbarten Urlaubsanspruch in Höhe von 30 Urlaubstagen (20 Tage gesetzlichen Mindesturlaub zuzüglich zehn Tage freiwilligen Zusatzurlaub) hat der Arbeitnehmer beispielsweise bei einem Ausscheiden zum 30. September hingegen einen Urlaubsanspruch von 23 Urlaubstagen (9 Monate / 12 Monate x 30 Urlaubstage = 22,5 Urlaubstage = aufgerundet 23 Urlaubstage). In diesem Fall würde eine arbeitsvertragliche Regelung über eine anteilige Kürzung also dazu führen, dass statt 30 Urlaubstagen nur 23 zu gewähren wären, also sieben Urlaubstage weniger.

    Hab ich auf der Seite der IHK gefunden was mich an meiner Rechnung natürlich etwas mehr zweifeln lässt X/

  • Hab ich auf der Seite der IHK gefunden was mich an meiner Rechnung natürlich etwas mehr zweifeln lässt X/

    Keine Sorge, die IHK hat nicht immer recht. Allein das sie zwar die 22,5 Urlaubstage auf 23 aufrunden (da man das laut Gesetz eben auch muss, gemäß §5 Abs. 2 BurlG), aber nicht erwähnen das man einen vollen Urlaubsanspruch (witzig, ist nur ein Paragraph davor..) in der zweiten Jahreshälfte hat (sofern die Probezeit durch ist, gemäß §4 BurlG), sagt schon vieles aus. Auch, das sie keine Erwähnung dazu machen, was Arbeits- und was Werktage sind (denn entsprechend ist der gesetzliche Urlaub eben bei einer 5 Tage Woche anders als bei einer 6 Tage Woche, gemäß §3 Abs. 1 BurlG) lässt mich hier stark zweifeln.


    Nochmal auf den Punkt gebracht:

    Vor einem (Arbeits)gericht hättest du einen vollen Urlaubsanspruch (von 30 Tagen wenn ichs richtig vernommen habe) bei deinem Arbeitgeber.

  • cool. dann schreibe ich in der prüfung rein das ich einfach die personalabteilung frage und habe die volle punkte ;) finde ich klasse wenn es auch so einfach geht

  • Altprüfer


    Kommt natürlich darauf an, wieviel die zwei Parteien ausmachen. Der Ersteller kann aber nicht 2 mal den Urlaub abkassieren. Nach BUrlG §6 muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Bescheinigung über den gewährten Urlaub aushändigen.


    Aber das ist auch wieder Theorie und Praxis. Solch eine Bescheinigung habe ich auch noch nie gesehen.

  • Die Frage an sich kam nur auf weil ich von meinem Meister informiert worden bin (bin gerade noch in Elternzeit) dass ich ja eh keinen Urlaub mehr hab und ich seit der Kündigung auch nicht mehr für Kurzarbeitergeld berechtig bin. Mir das komisch vorkam weil wie gesagt ich noch die 8 Tage Rest hab wie oben beschrieben und gerne mit 6 zum neuen AG gehen möchte :) (weil über Weihnachten dort Betriebsurlaub ist)

  • Hallo,

    alles ganz tolle Ratschläge. Nur wie viele Urlaubstage gibt es dann beim neuen Arbeitgeber?

    Schon mal darüber nachgedacht?


    Gruß

    Auch 30 (aufs Jahr natürlich), denke wenn ich mit 6 Tagen am 1.10. antrete sollte das für den Betriebsurlaub über Weihnachten reichen.


    Lg

  • Also kann der nicht verbrauchte Urlaub vom alten AG zum neuen AG übernommen werden? Je nachdem bis zu welchem Monat beim alten AG gearbeitet wurde? Überprüfbar in Form von einer Bescheinigung?

  • Solche Themen werden doch in eurem Kurs behandelt oder sollte..... ihr wollt Meister werden oder seid es....

    Ich kann dazu aus eigener Erfahrung sprechen.

    Anspruch besteht auf die in dem AV vermerkten Urlaubstage, ohne wenn und aber.

    Da gibt es nichtmal was zu Diskutieren oder in frage zu stellen.

  • Solche Themen werden doch in eurem Kurs behandelt oder sollte..... ihr wollt Meister werden oder seid es....

    Ich kann dazu aus eigener Erfahrung sprechen.

    Anspruch besteht auf die in dem AV vermerkten Urlaubstage, ohne wenn und aber.

    Da gibt es nichtmal was zu Diskutieren oder in frage zu stellen.

    In unserem Kurs wurden solche Themen nicht behandelt. Ist auch nicht schlimm...

    Und wenn ich etwas nicht sicher weiß, dann suche ich mir Informationen oder Hilfe. Genau das hat der te gemacht.

    Vorbildliches Verhalten, anstatt Halbwissen zu postulieren, weil ein Meister ja offensichtlich alles wissen muss :rolleyes: Das kommt nämlich viel zu oft vor und richtet meist größeren Schaden an.

    Also vielleicht den Ball flach halten.


    Und recht haben und recht bekommen ist bei nicht ganz wenigen Betrieben immer noch ein Glücksspiel. Selbst bei offensichtlichen Fehlentscheidungen wird da oft noch diskutiert, leider auch eine reale Erfahrung.

  • Vorbildliches Verhalten, anstatt Halbwissen zu postulieren, weil ein Meister ja offensichtlich alles wissen muss

    Muss gar nicht, ich mache mich auch Kundig.
    Aber es gibt Dinge, die müssen sitzen.
    Den Ball spiele ich gerne hoch aus.


    Die Erfahrung wächst und das Wissen auch.

    Solche Themen wurden bei uns bearbeitet da dieses fast an der Tagesordnung liegen.

  • Hallo kleyan,

    was bitte ist neutraler.


    Fragender Gruß



    Okay, dann benutze ich gerne Google für dich, kein Problem.

    Zitat

    keiner der gegnerischen Parteien angehörend, nicht an eine Partei, Interessengruppe gebunden; unparteiisch

    oder

    weder sauer noch basisch

    oder

    weder positiv noch negativ; nicht elektrisch geladen



    Aber was ich eigentlich damit meinte war:

    Zitat

    Synonyme zu neutral

    Zitat

    Was versteht man unter neutral?

    Neutralität oder neutral (von lateinisch ne-utrum „keines von beiden“) bedeutet unparteiisch, geschlechtslos, ungeladen, ausgewogen, wertfrei.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,

    goggeln kann ich auch!

    Nur was war da einer Meinung angehörend.

    Es sollte nur eine Anregung zu Nachdenken sein und komischerweise kam dann auf einmal die Bescheinigung des Urlaubes.

    Das und nichts anderes wollte ich erreichen.

    Fehlende Neutralität hört sich bei mir anderst an.

    Völlig neutrale Grüße und nicht immer die Wortgoldwaage benützen.

  • Kurzes Update:


    AG beharrt auf die 12tel Regelung und stellt mir für den neuen AG eine Bescheinigung mit 23 Tagen aus.


    Jetzt wurde mir mit der August Abrechnung das im Juni ausbezahlte Urlaubsgeld um 7/30 Brutto gekürzt?! :|


    Weder im AV, in einer BV, noch im Tarifvertrag steht hierzu eine derartige Klausel..


    Vorgehen des AG anzweifeln oder ist die anteilige Kürzung in Ordnung?!

  • Hallo,

    Du berufst dich auf den Tarifvertrag.

    Bist Du Mitglied einer Tarifsvertragspartei ( Mitglied der Gewerkschaft )

    Wenn nein, dann vergiß den TV.

    Gruß

    Mitgliedschaft wurde gekündigt da der neue AG nicht tarifgebunden ist. Eine private Rechtsschutzversicherung (inkl. Berufsrechtsschutz) ist vorhanden.

    Lg